Traumakinesiologie
Traumakinesiologie verbindet traumasensible Methoden mit kinesiologischer Arbeit. Dabei unterstütze ich das Nervensystem sanft in seiner Stabiliserung, stärke vorhandene Ressourcen und begleite blockierende Erlebnisse behutsam in die Verarbeitung.
Was ist ein Trauma?
Ein Trauma ist eine seelische Verletzung, die entsteht, wenn jemand eine extrem belastende oder überwältigende Situation erlebt. Es kann einmalig oder über längere Zeit geschehen. Solche Erfahrungen können körperlich bedrohlich und emotional sehr erschütternd sein. Betroffene erleiden Kontrollverlust, extreme Angst und Ohnmacht. Die Bewältigungsstrategien reichen nicht aus, um diese grossen Gefühle verarbeiten zu können. Der Körper und das Gehirn reagieren darauf oft mit einem "Alarmzustand", der noch lange Zeit anhalten kann.
Beispiele: Unfälle, Naturkatastrophen, körperliche und emotionale Gewalt, Missbrauch, Krieg, Flucht, schwere Verletzung, Verlust von nahestehenden Personen, Vernachlässigung in der Kindheit
Mögliche Anzeichen
-Flashbacks (das Ereignis kommt hoch, als würde es jetzt geschehen)
-Albträume, Schlafstörungen
-Starke Angst, Panikattacken
-Gefühl von Taubheit oder Leere, neben sich stehen
-Rückzug, Isolation
-Dauerstress, Erschöpfung
-Übermässige Wachsamkeit, innere Anspannungen
-Konzentrationsprobleme
-Kontrollbedürfnis
-Reizbarkeit, Wutausbrüche
-Schuld- oder Schamgefühle
-Vermeidung von bestimmten Orten oder Menschen
Was passiert in der Traumakinesiologie?
In den ersten Sitzungen wird der Schwerpunkt vor allem auf Stabilisierung, Aufbau von Sicherheit und dem Stärken von Ressourcen gelegt. Erst wenn eine tragfähige Basis entstanden ist, arbeiten wir sehr behutsam und in kleinen Schritten mit belastenden Erinnerungen und Körperreaktionen. Dabei nutze ich den Muskeltest der Kinesiologie, um zu erkennen, was das Nervensystem gerade braucht. Auch hier nutze ich die verschiedenen Techniken aus der Kinesiologie. Ergänzt werden diese durch systemische Aufstellungen oder EMDR (schnelle Augenbewegungen) für die Verarbeitung.